Background

Garten

 

Wohnhaus und Garten der Familie Dix bilden eine Einheit. Direkt nach dem Einzug begann auch die Arbeit an der Grünanlage. Federführend war hierbei Martha Dix, die häufig von ihrem Sohn Jan unterstützt wurde. Otto Dix selbst war kein begeisterter Gärtner, brachte aber seine Vorlieben für einzelne Pflanzen mit ein.
Obwohl die Anlage das Werk von Gartenlaien ist, finden sich in der Gestaltung die gartenkünstlerischen Strömungen der Zeit wieder. Zum einen steht er in der Tradition des so genannten Architekturgartens zu Beginn des 20. Jahrhunderts, indem die Bereiche Bezug auf die Geometrie des Hauses nehmen. Zum anderen erinnern viele Gartenteile an das Konzept des Wohngartens der Moderne, das nach 1930 aufkam. Tatsächlich dokumentieren bis heute zahlreiche Schnappschüsse das rege Gartenleben der Dixens. Die Pflanzen lieferten den Blütenschmuck für das Haus und bereicherten den Speiseplan. Und auch Otto Dix fand in den Blumen des Gartens zahlreiche Motive für seine Stillleben.

 

Die jüngste Restaurierung der Anlage nähert sich der Blütezeit des Gartens der Jahre zwischen 1935 und 1960 an. Neben Gemüsebeeten wachsen heute wieder Rosen, Rittersporn, Aster, Phlox und Lupinen in der parkähnlichen Anlage.

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Blick vom Nutzgarten, 2013, Foto: die arge lola, © Kunstmuseum Stuttgart