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Sonderausstellung
im Atelier und Salon Martha Dix

Von der Großstadt an den Bodensee – Otto Dixʼ Begegnung mit einem Landschaftsidyll

17. März
– 31. Oktober 2018

»Ich stehe vor der Landschaft wie eine Kuh«: Otto Dix konnte sein Unbehagen nicht verbergen, als er sich 1937 nach seinem Umzug an den Bodensee mit der ländlichen Idylle vor Ort konfrontiert sah. Der Maler war ein Großstadtmensch durch und durch – er verbrachte die wilden 1920er-Jahre in Dresden, Düsseldorf und Berlin. Nach der Enthebung aus seinem Lehramt an der Dresdner Akademie durch das nationalsozialistische Regime emigrierte Dix mit seiner Familie zunächst nach Randegg im Hegau, danach nach Hemmenhofen am Bodensee. Dix verstand sich als »Augenmensch«, der in seinen Bildern verarbeitete, was er selbst gesehen hat. Dies waren nun nicht mehr die Dirnen, Krüppel, Arbeiterjungen oder mondänen Tänzerinnen der Großstadt, sondern die bukolischen Landschaften des Bodensees.

»Zum Kotzen schön« empfand der Künstler die Eindrücke, die sich seinen Augen offenbarten. Dass sich Dix aber auch schon bald mit seiner neuen Umgebung malerisch auseinandersetzte, zeigt in dieser Saison eine Ausstellung im Atelier und Salon von Martha Dix. In Anlehnung an die Tradition der romantischen Malerei entwickelte er sogenannte ›Seelenlandschaften‹, die seine desolate Lage in der inneren Emigration widerspiegelten. Dixʼ stilistischer Wandel schlug sich nach dem Zweiten Weltkrieg auch in den Landschaftsdarstellungen nieder, die nun häufig ländliches Personal umfassten.

Museum Haus Dix

Otto-Dix-Weg 6

78343 Gaienhofen-Hemmenhofen

T: +49 (0)7735/93 71 60

dix@kunstmuseum-stuttgart.de

 

Öffnungszeiten:

nächste Saison: 17. März bis 31. Oktober 2018

Di – So 11 – 18 Uhr

Montags geschlossen


Eintrittspreise:
Regulär: 5 €
Ermäßigt: 4 €
Kinder und Jugendliche (6-15 Jahre) 2 €

 

Öffentliche Führungen:
Jeden 2. und 4. Sonntag im Monat
jeweils 14 Uhr und 15:30 Uhr
Führungstickets 2,50 € / ermäßigt 1,50 €
zzgl. Eintritt
Um Voranmeldung wird gebeten. Der Keller kann nur mit Führungen besichtigt werden.