Background

»Könnten diese Wände nur reden« – ganz im Sinne dieser Redewendung spürt die Ausstellung der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Raumgrenze Wand nach. Gezeigt werden 30 internationale Positionen von 1966 bis 2020, in denen Wände unterschiedlich thematisiert werden.

Künstler:innen wie Monica Bonvicini und Yoko Ono kehren in ihren Werken die entscheidendste Funktion von Wänden hervor – die des Ein- und Ausschließens. Wände stehen einerseits für den Schutz des Individuums, andererseits können sie einsperren und Zugang verwehren. Als raumbildendes Architekturelement bestimmen sie unsere Lebensräume mit und sind beteiligt an identitätsstiftenden Prozessen. Künstler:innen wie Ernst Caramelle und Bruce Nauman verdeutlichen dies, indem sie die Wand als reagierendes Gegenüber begreifen oder ihr menschliche Züge zusprechen. Arbeiten von u.a. Jeewi Lee und Sol LeWitt thematisieren wiederum den White Cube als gängige Präsentationsform zeitgenössischer Kunst. Sie führen vor Augen, wie die weißen Wände des Ausstellungsraums Wirkung und Wahrnehmung von Kunstwerken beeinflussen.

Während im Kunstmuseum Wandarbeiten im Innenraum realisiert werden, liegt ein weiterer Fokus auf der Graffitikunst und damit auf einer Kunstform, die sich vor allem mit der Gestaltung von Wänden im Außenraum befasst. Im StadtPalais – Museum für Stuttgart wurde vom 26.9.2020 bis 25.04.2021 mit Blick auf einige einschlägige Spots die gegenwärtige Sprayerszene wie auch die Graffitigeschichte der vergangenen Jahre und Jahrzehnte im Stuttgarter Kessel gezeigt.

In Kooperation mit



Mit freundlicher Unterstützung durch

Begleitfilme WÄNDE I WALLS


Ausstellungsführer



Eintritt

8 € / 6 €
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Eintritt frei

Bild: Waende_Schramm_web_f40b4c.jpg
Felix Schramm, Over Horizon Hidden, 2020, Foto: Gerald Ulmann, © Felix Schramm