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Der Traum vom Museum »schwäbischer« Kunst. Das Kunstmuseum Stuttgart im Nationalsozialismus

1. Februar – 1. Juni 2020

Die Geschichte des Kunstmuseum Stuttgart im Nationalsozialismus ist weitgehend unbekannt. Die städtische Kunstsammlung wurde 1924 mit der Schenkung der Gemäldesammlung des Grafen Silvio della Valle di Casanova gegründet. Die Stadt präsentierte sie ab 1925 in einer Dauerausstellung in der Villa Berg, einem ehemaligen Fürstenpalais. Auch wurden im kleinen Umfang Kunstwerke hinzuerworben. Ein Museum wurde aber nicht geschaffen. 

In Stuttgart im »Dritten Reich« gab es daher kein städtisches Kunstmuseum. Dessen Grundlagen legten erst die Nationalsozialisten mit ihrer Kunst- und Kulturpolitik. Ihr Ziel war die Verwirklichung des Traums vom Museum »schwäbischer« Kunst. Die Ausstellung thematisiert ein lange verdrängtes Kapitel Stuttgarter Museumsgeschichte und die Idee der Kunstlandschaft Schwaben, deren Ursprünge im 19. Jahrhundert liegen. Zugleich schreibt sie die Gründungsgeschichte des Kunstmuseum Stuttgart neu.

In acht Räumen wird die Geschichte mit zahlreichen Kunstwerken aus der Sammlung dargestellt, die bisher noch nie gezeigt worden sind. Rund 100 Landschaftsbilder in einer Petersburger Hängung führen ein in die Bedeutung der Landschaftsmalerei für die städtische Kunstsammlung und die Kunst im »Dritten Reich«. Es wird ein Bogen gespannt von den Anfängen in der Weimarer Republik über den Nationalsozialismus bis in die Nachkriegszeit. Am Schluss ist eine Präsentation ausgewählter Provenienzforschungsergebnisse und der bisherigen Restitutionsfälle im Kunstmuseum Stuttgart.

Mit freundlicher Unterstützung durch



ERÖFFNUNG

Freitag,
31. Januar 2020,
19 Uhr


Eintritt frei

Bild: Lang.Hirsch.1932_a2e19a.jpg
Fritz Lang, Hirsch, frontal vor Wasser mit Mondspiegelung, 1932, Foto: Frank Kleinbach