Background

Otto Dix in Pose

Druckgrafiken von Dix im Dialog mit ausgewählten Fotografien

Sonderausstellung 2020 in Marthas Salon

 

Otto Dix (1891–1969) wurde im Laufe seines Lebens von zahlreichen Fotograf_innen porträtiert. Dabei verschränken sich die Selbstinszenierungen des Künstlers, wie sie in seinen Autoporträts sichtbar werden, auf eindrückliche Weise mit den Fotografien. Sie zeigen Dix im Atelier, an der Staffelei oder in Nahsicht frei von Malutensilien. In beiden Medien wird deutlich, wie gerne und gekonnt Dix posierte.

Die Ausstellung in Marthas Salon setzt einige Druckgrafiken von Dix mit ausgewählten Fotografien aus der Sammlung des Kunstmuseum Stuttgart in Dialog. Die Aufnahmen von Hugo Erfurth (1874–1948), Hannes Kilian (1909–1999), Stefan Moses (1928–2018) und August Sander (1976–1964) zeigen den Künstler, seine Ehefrau Martha (1895–1985) und die Tochter Nelly (1923–1955). Der Vergleich mit den Grafiken von Dix führt zum einen die individuellen Merkmale der Porträtierten vor Augen, zum anderen wird die Einzigartigkeit beider Medien deutlich. Während die Fotografie die Situation und Atmosphäre eines konkreten Moments festhält, nutzt Dix in seinen Grafiken die Dynamik der Linie, um die Charakteristika der Dargestellten fast ins Groteske zu überspitzen. Darin sah er die Möglichkeit das »Wesen eines jeden Menschen« (Dix) einzufangen.

 

 


 

Otto Dix in Baden-Württemberg
Museumsführer





Sieben Museen präsentieren gemeinsam das weltweit größte Konvolut an Werken des berühmten deutschen Malers. 1933, nach dem Verlust seiner Dresdner Professur und der zunehmenden Diffamierung durch die Nationalsozialisten, zog sich Otto Dix (1891-1969) an den Bodensee zurück, wo er mehr als 30 Jahre lebte. Sieben Museen des Landes Baden-Württemberg - darunter auch das Museum in seinem ehemaligen Wohnhaus in Hemmenhofen - verfügen gemeinsam über die weltweit umfangreichste Sammlung seiner Werke, die einen Einblick in sämtliche Facetten des Schaffens erlaubt: Von der mit bisweilen brachialem Verismus vorgetragenen Gesellschaftskritik des Hauptwerks über die altmeisterliche Lasurmalerei der inneren Emigration bis hin zu den expressiven Alla-Prima-Gemälden der späten Jahre. Erstmals wird dieser Schatz in einem Band vorgestellt und lädt dazu ein, den Künstler und die Museumslandschaft seiner zweiten Heimat zu entdecken.

Die beteiligten Museen: Kunstmuseum Albstadt, Zeppelin Museum Friedrichshafen, Museum Haus Dix, Gaienhofen-Hemmenhofen, Kunsthalle Mannheim, Kunstmuseum Singen, Kunstmuseum Stuttgart, Staatsgalerie Stuttgart

Herausgeber: Förderverein Museum Haus Dix Hemmenhofen e.V., Edition Cantz, 100 Seiten, ISBN 978-3-947563-41-8
9,80 €

 

Erhältlich im Museumsshop Museum Haus Dix, Kunstmuseum Stuttgart oder per E-Mail an: info@kunstmuseum-stuttgart.de (Bitte beachten Sie, dass für den Versand innerhalb Deutschlands ein Betrag von 3,50 € berechnet wird.)



Museum Haus Dix

Otto-Dix-Weg 6

78343 Gaienhofen-Hemmenhofen

T: +49 (0)7735 / 93 71 60

dix@kunstmuseum-stuttgart.de

 

Nächste Saison

04.07. - 31.10.2020

 

Öffnungszeiten

Di – So 11 – 18 Uhr
Montags geschlossen
Tag der Deutschen Einheit 11 – 18 Uhr

 

Eintrittspreise
6 € / 4 €

Kinder und Jugendliche (6-14 Jahre) 2 €

Familien 12 €

Bodensee Card West 5 €

Kombiticket Hesse-Dix (Hesse Museum Gaienhofen und Museum Haus Dix) 9 € / 6 €

 

Abstands- und Hygienemaßnahmen

 

Öffentliche Führungen:
Jeden 2. und 4. Sonntag

im Monat, 15 - 16 Uhr
2,50 € / 1,50 € (zzgl. Eintritt)
Nur mit Voranmeldung. Der Keller kann nur mit Führungen besichtigt werden.

Bild: Dix.SelbstbildnisV.1948_5acb61.jpg
Otto Dix, Selbstbildnis V, 1948, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020